Besser Saft oder Smoothie? Was ist wirklich gesünder?

5 Gläser mit Saft und Smoothie auf einem Tisch

Frisch gepresste Säfte und cremige Smoothies gelten als echte Vitaminbomben. Sie schmecken köstlich, liefern wertvolle Nährstoffe und lassen sich unkompliziert in den Familienalltag integrieren. Doch viele Eltern fragen sich: Ist ein Smoothie gesünder als Saft? Oder ist frisch gepresster Saft die bessere Wahl?

Tatsächlich unterscheiden sich beide Varianten stärker, als man auf den ersten Blick denkt – vor allem im Hinblick auf Ballaststoffe, Blutzucker und Sättigung. In diesem Artikel erfährst du, worin genau der Unterschied zwischen Saft und Smoothie liegt, welche Vorteile beide haben und welche Variante sich im Alltag – besonders mit Kindern – besser eignet.


Hinweis: Dieser Beitrag enthält Affiliate-Links*. Wenn du über einen dieser Links etwas kaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen keine zusätzlichen Kosten.


Was ist der Unterschied zwischen Saft und Smoothie?

Wie entsteht ein Saft?

Für einen Saft jagt man Obst und vor allem Gemüse und Blattgemüse durch einen Entsafter* . Hier werden feste von flüssigen Pflanzenteilen getrennt und heraus kommt ein geballtes Vitamin-Elixier: der frische meist grüne Saft!

Wie entsteht ein Smoothie?

Für einen Smoothie landen die ganzen Früchte und das Gemüse nicht im Entsafter sondern in einem Mixer* . Zusätzlich gibt man noch etwas Flüssigkeit wie z.B. Wasser, Kokoswasser/-milch oder Kuh- oder Nussmilch dazu und mixt alles so lange bis eine flüssige leicht breiige Masse entsteht: Der Smoothie!

Warum ist das Verhältnis von Obst und Gemüse entscheidend?

Der Saft oder Smoothie muss natürlich nicht immer grün sein. Da man meistens viel grünes Gemüse, Kohl oder Salat verwendet, kommt einfach oft was Grünes dabei raus. Eine rote Beete reicht jedoch aus, um den grünen Saft in ein knall rotes Power-Elixier zu verwandeln.

Viel wichtiger als die Farbe sind natürlich die Inhaltsstoffe: Um den Blutzuckerspiegel nicht unnötig in die Höhe zu katapultieren, sollte man darauf achten, nur ca. 1/3 Obst und mindestens 2/3 Gemüse einzusetzen (nach Volumen, nicht Gewicht). Gerade beim Entsaften kommt man sonst bei zu viel oder ausschliesslich Obst auf einen ganz schön hohen Zuckergehalt, da die Ballaststoffe ja kaum mehr vorhanden sind. Beim Entsaften werden Ballaststoffe entfernt. Dadurch gelangt der Zucker aus dem Obst schneller ins Blut. Beim Smoothie bleiben die Ballaststoffe erhalten → der Blutzucker steigt langsamer an.

Glas mit grünem Smoothie auf einem Tisch

Saft oder Smoothie – was ist gesünder?

Vorteile von frisch gepresstem Saft

  • hohe Nährstoffdichte

  • schnelle Verfügbarkeit

  • wenig Ballaststoffe

Für einen Saft kann man im Vergleich zum Smoothie eine größere Menge an Gemüse und Obst verarbeiten und erhält somit eine sehr geballte Ladung an Vitaminen, Mineralien und sekundären Pflanzenstoffen (natürliche Vitaminpille). Aufgrund des geringen Ballaststoffanteils eignen sich frische Säfte außerdem besonders, wenn man seinem Verdauungsapparat mal eine Pause gönnen möchte und zum Entgiften. Wie oben schon erwähnt muss man hier aber oft etwas auf den Zuckergehalt achten, der bei zu viel Obst leicht sehr hoch werden kann.

Vorteile von Smoothies

  • volle Ballaststoffe

  • stabilerer Blutzucker

  • macht länger satt

  • schneller zubereitet

Da beim Smoothie das komplette Obst und Gemüse verarbeitet wird ist hier der volle Ballaststoffanteil noch enthalten. Dies wirkt sich positiv auf die Verdauung und den Blutzuckerspiegel aus und macht außerdem sehr viel satter als ein Saft. Da sich ein Smoothie ratz-fatz zubereiten lässt, eignet sich dieser besonders wenn es mal richtig schnell gehen muss (z.B. Morgens!). Ist die Zeit mal wieder knapp findest du hier auch noch weitere gesunde Frühstücks-Ideen.

Smoothies und Säfte haben also beide ihre Vorteile, daher macht eine Kombination aus meiner Sicht am meisten Sinn. Bei uns gibt es den Saft oder Smoothie meistens zum Frühstück und häufig abwechselnd, damit es nicht langweilig wird. Habe Ich das Gefühl eine Erkältung ist im Anmarsch oder fühle mich schlapp, gibts einen Extrasaft mit viel Ingwer, das wirkt Wunder!

Für wen eignet sich was?

Ob Saft oder Smoothie die bessere Wahl ist, hängt stark vom persönlichen Alltag, den individuellen Bedürfnissen – und auch vom Alter – ab.

Für Familien mit wenig Zeit am Morgen
Ein Smoothie ist hier oft praktischer. Er lässt sich in wenigen Minuten zubereiten, enthält noch alle Ballaststoffe und macht dadurch länger satt. Gerade für Kinder ist ein ausgewogener Smoothie mit viel Gemüse und etwas Obst eine gute Möglichkeit, zusätzliche Nährstoffe unterzubringen.

Wenn der Verdauungstrakt entlastet werden soll
Frisch gepresste Säfte enthalten deutlich weniger Ballaststoffe und sind dadurch leichter verdaulich. Wer sich schlapp fühlt oder bewusst eine kurze Phase einlegen möchte, in der der Körper weniger Verdauungsarbeit leisten muss, kann von einem Gemüsesaft profitieren.

Bei sensibler Blutzuckerreaktion
Hier ist der Smoothie meist im Vorteil, da die enthaltenen Ballaststoffe dafür sorgen, dass der Zucker langsamer ins Blut gelangt. Wichtig ist allerdings in beiden Fällen ein ausgewogenes Verhältnis von Gemüse zu Obst.

Für kleine Gemüseverweigerer (Picky Eater)
Ein grüner Smoothie kann helfen, Blattgemüse, Spinat oder sogar etwas Kohl „unsichtbar“ unterzubringen. Der Geschmack bleibt mild, wenn der Obstanteil nicht überhandnimmt.

In der Erkältungszeit oder bei Energietiefs
Ein frisch gepresster Saft mit viel Ingwer, Zitrone und grünem Gemüse liefert schnell verfügbare Mikronährstoffe und kann eine sinnvolle Ergänzung sein.

Welchen Entsafter oder Mixer können wir empfehlen?

Wenn du regelmäßig Säfte oder Smoothies zubereiten möchtest, lohnt sich ein passendes Gerät. Hier teilen wir unsere persönlichen Erfahrungen.

Zentrifugalentsafter

Die meisten Entsafter lassen sich in zentrifugale und nicht zentrifugale Geräte einteilen. In einem Zentrifugalentsafter* wird das Obst oder Gemüse zerkleinert, während der Behälter sich in hoher Beschleunigung um sich selbst dreht.  Die so entstehende Zentrifugalkraft sorgt dafür, dass der Saft aus den kleingeschnittenen Obst- und Gemüsestücken herausgepresst wird.

Slow Juicer

Nichtzentrifugierende Entsafter* oder auch Slow Juicer genannt, zerdrücken und zerkleinern das Pressgut auf unterschiedliche Weise, sodass der Saft austreten kann. Dies ist schonender für das Obst und Gemüse, da keine Hitze entsteht und nicht so viel Sauerstoff an den Saft gelangt. Vitamin und Enzymgehalt sind somit höher, ebenso die Saftausbeute. Die Saftgewinnung ist jedoch aufwendiger und die Geräte meist größer und vor allem teurer.

Unsere persönliche Empfehlung

Wir benutzen gerade einen Zentrifugalentsafter von Philips* ,  den wir wirklich absolut empfehlen können. Er lässt sich sehr schnell und einfach sauber machen (was beim Entsafter aus unserer Sicht die Hauptsache ist), hat keine blöden Ecken, wo sich alles festsetzt und selbst das Sieb glänzt nach 2 Minuten abbürsten wieder. Die Saftausbeute ist toll und selbst die dazugehörige Kanne tropft nicht beim Safteinschenken. Da hat sich jemand bei der Entwicklung echt Gedanken gemacht! Und sieht sogar noch schick aus, kann man nicht meckern. Preis-Leistung daher absolut ok, würden wir wieder kaufen.

Mixer-Empfehlungen

Beim Mixer wird das mit der Empfehlung schon etwas schwieriger. Lange haben wir diesen Standmixer von Braun* benutzt, mit dem wir sehr zufrieden waren. Zusätzlich für unterwegs oder kleinere Mengen schwören wir auf den Personal Blender von Tribest*. Gerade für schnelle Smoothies oder Babybrei reicht der kleine Mixer völlig aus und lässt sich extra fix saubermachen oder auch in den Urlaub mitnehmen. Beide Mixer können wir guten Gewissens empfehlen und gerade der Personal Blender eignet sich neben klassischen Mixer-Tätigkeiten auch hervorragend zum Nüsse mahlen.

Will man im Smoothie aber neben weichem Blattgemüse wie Salat und Spinat auch etwas härtere Sorten (wie z.B. Kohl) verarbeiten, stossen beide Geräte leider an ihre Grenzen. Hier braucht man Mixer mit mehr Power unter der Haube, sonst bleiben harte Stückchen im Smoothie zurück. Zum letzten Geburtstag haben wir uns nun endlich einen Ninja Mixer* gegönnt mit dem wir wirklich sehr happy sind! . Er ist mit knapp 150 EUR zwar schon eine richtig große Anschaffung, aber immer noch viel günstiger als die Mixer-Flagschiffe von Blendtec* oder den Vitamix* für die man mal schnell 400-700 Euro auf den Tisch legen muss.

Zeit-Spar-Tipp für Familien

Um doppelten Abwasch und Aufriss zu vermeiden, mache Ich fast immer so viel Saft oder Smoothie, dass es noch für eine zweite Portion für den Nachmittag reicht. Einfach in ein Schraubglas füllen und ab in den Kühlschrank. Sowohl Saft als auch Smoothie halten sich so mindestens 1 Tag.

Hier einige Lieblingsrezepte zum Ausprobieren:

Weitere Tipps & Tricks für Smoothie-Fans findet Ihr hier.

3 Gläser voller Obst und Gemüse für einen Saft oder Smoothie

Fazit: Saft oder Smoothie – was ist nun besser?

Die Frage „Saft oder Smoothie – was ist gesünder?“ lässt sich nicht pauschal beantworten. Beide Varianten haben ihre Vorteile und können eine sinnvolle Ergänzung zu einer ausgewogenen Ernährung sein.

Frisch gepresste Säfte liefern eine hohe Konzentration an Vitaminen und sekundären Pflanzenstoffen und sind besonders leicht verdaulich. Smoothies hingegen enthalten das komplette Obst und Gemüse inklusive Ballaststoffe, machen länger satt und beeinflussen den Blutzuckerspiegel meist stabiler.

Entscheidend ist weniger die Wahl zwischen Saft oder Smoothie – sondern vielmehr das Verhältnis von Gemüse zu Obst. Wer auf einen hohen Gemüseanteil achtet und zugesetzten Zucker vermeidet, trifft in beiden Fällen eine gute Entscheidung.

Im Familienalltag darf es außerdem pragmatisch sein: Mal ein Smoothie zum schnellen Frühstück, mal ein frischer Saft als Extra-Portion Nährstoffe – erlaubt ist, was euch gut tut und langfristig umsetzbar ist.


Du willst mehr gesunde Snack-Ideen für die Brotbox?

In unserem kostenlosen Guide zeigen wir dir 10 gesunde und einfache Ideen für die Brotbox, die garantiert schmecken und schnell zubereitet sind.

Für weniger Stress am Morgen und gut versorgte Kids.


* Affiliate-Link: Für jeden Einkauf, den du über diesen Link tätigst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich entstehen dadurch keine zusätzlichen Kosten.

Zurück
Zurück

Gesunde Ernährung im Familienalltag: 5 Tipps ohne Stress